Mobilität für Auszubildende


mercredi 23 aot 2017
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Ein Praktikum in Deutschland oder Frankreich während der Ausbildung? PARKUR, das kostenlose Programm des Deutsch-Französischen Jugendwerkes bereitet deutsche und französische Azubis auf einen Aufenthalt im Nachbarland vor. Auf dem Programm stehen dabei nicht nur linguistische Übungen, sondern auch ganz praktische Themen wie passende Berufskleidung oder Wohnungssuche. Wir haben mit der Tutorin Océane Danieli gesprochen.


© OFAJ/DFJW

Was ist PARKUR?


PARKUR ist eine Plattform vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, die seit Frühling dieses Jahres existiert und dazu dient, die Fremdsprache und Kultur des anderen Landes kennenzulernen. Das Zielpublikum sind Auszubildende, also Deutsche und Franzosen, die gerade eine berufliche Ausbildung machen. In ihrer Ausbildung haben sie oft ein Praktikum und das ist manchmal auch im Ausland. Und wenn dieses Praktikum in Frankreich für einen Deutschen oder in Deutschland für einen Franzosen ist, dann können sie sich mit PARKUR darauf vorbereiten.

Wie läuft PARKUR ab? Was muss man als Auszubildender tun?

Nehmen wir mal an ich bin Auszubildende. Ich schreibe mich auf der Plattform ein, dann kommt mein Tutor-Coach auf mich zu und fragt mich, ob ich mich mit ihm per Videokonferenz treffen will. Wir treffen uns dann einmal, stellen uns vor und ich erzähle ihm von meinen Plänen, meinen Erwartungen und meinen Zielen. Ich sage auch wie lange und wie oft ich auf der Plattform arbeiten will und auch ob ich mehr oder weniger Kontakt mit dem Coach haben will. Am Ende der Videokonferenz schlägt mir der Tutor-Coach eine Route vor, die meinen Lernzielen angepasst ist und aus entsprechend verschiedenen Lerninseln [jede "Insel" ist ein spezifisches Aufgabenfeld mit verschiedenen Übungen, Anm. d. R.] besteht vor. Ich kann dann entscheiden, ob ich Lust und Zeit habe, bei dieser Insel mitzumachen. Wenn das der Fall ist, schreibt mich mein Coach ein.

Wie sehen die Aufgaben einer Insel aus?

Es gibt meistens Aufgaben, die die Lernenden individuell ausführen können und die sehr unterschiedlich aussehen. Es kann schriftlich sein, ein Hörverstehen, oder auch mal ein Video. Und es gibt verschiedene Hauptthemen. Am Ende der Insel steht immer die Endaufgabe, die aber keine Prüfung ist. Aber das ist das Besondere an PARKUR, denn die Lernenden treffen sich und machen eine Tandem-Aufgabe bei den Endaufgaben. Das heißt zum Beispiel ein Franzose hat eine Aufgabe mit einer Deutschen zu erledigen und sie müssen zusammenarbeiten, um die Aufgabe zu lösen.

Sind sprachliche Voraussetzungen für die Teilnahme an PARKUR notwendig?

Man sollte die ersten Grundlagen der Fremdsprache beherrschen, denn die Plattform ist auf ein Niveau ausgerichtet, das in etwa dem Niveau A2 entspricht. Aber die Plattform entwickelt sich auch weiter.

Was ist das Besondere an PARKUR?

Die Vorbereitung der Lernenden ist sprachlich, aber auch interkulturell und beruflich. Wir haben verschiedene Themen, wie zum Beispiel "Wie finde ich eine Wohnung?", "Wie eröffne ich ein Konto?". Im interkulturellen Bereich behandeln wir zum Beispiel die Frage, wie man auf Deutsch oder auf Französisch einen Anruf macht, denn das ist sehr anders in Deutschland und Frankreich. Und beruflich haben wir bisher zwei spezifische Inseln. Da wir momentan noch in der Pilotphase sind, stehen hier bisher die Ausbildungsbereiche Hotellerie und Gastronomie zur Auswahl. Aber es kommen bald noch andere hinzu. Was diese Plattform besonders macht, ist jedoch vor allem die Interaktion mit anderen Lernenden. Ich muss nicht nur die Endaufgabe im Tandem erledigen, sondern kann danach mit meinem Partner über das Forum der Plattform auch weiterhin in Kontakt bleiben.

Und am Ende von PARKUR?

Wenn meine Zeit bei PARKUR zu Ende geht – also sagen wir ich wollte fünf Monate machen und habe in diesen fünf Monaten sieben Inseln geschafft – bekomme ich ein abschließendes Zertifikat. 


Unter folgendem Link können sich Interessierte auf der Plattform registrieren: https://parkur.ofaj.org/. 

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